„16 MBit/s sind ausreichend…“

12. September 2015

Diese Aussage haben wir so oder ähnlich von vielen Mitbürgern gehört, mit denen wir uns in den letzten Wochen und Monaten über das Thema „schnelles Internet“ und „Glasfaserausbau“ unterhalten haben. Diesen Mitbürgern haben wir dann entgegnet, dass man ja auch an die Zukunft denken sollte, wo immer breitbandigere Anwendungen Verbreitung finden werden.

Die Aussage möchten wir hier gerne ein wenig genauer quantifizieren. Laut einem Artikel auf heise Netze steigt der „Bedarf an Netzkapazitäten […] jährlich um 35 bis 40 Prozent“. Das bedeutet extrapoliert, dass in fünf Jahren etwa die fünffache, in zehn Jahren sogar schon fast die 30fache Bandbreite von heute benötigt werden. Von einem 16 MBit/s-Anschluss heute ausgehend bedeutet das dann, dass in fünf Jahren 100 MBit/s nötig sein werden, in zehn Jahren sogar 500 MBit/s.

Damit ist klar: Wer auf die Kupferdoppelader (VDSL bzw. Vectoring) setzt, befindet sich dann in der Zukunft in einer Sackgasse. Die zukünftig benötigten Datenraten sind mit dieser bereits heute veralteten Technik nicht mehr flächendeckend zu erzielen.

Das Netzabschlussgerät, das bei einem Glasfaseranschluss von der „Deutsche Glasfaser“ bereits heute installiert wird, lässt Datenraten bis zu 1.000 MBit/s (also 1 GBit/s) zu, also bereits das Doppelte dieser benötigten Geschwindigkeit. Die Glasfaserleitung selbst, die ins Haus gelegt wird, ist (nach heutigem Stand!) sogar bis 20 GBit/s „gut“, so dass nach Austausch des Netzabschlusses ein derartiger Anschluss mehr als 20 Jahre „hält“. Wenn man den Fortschritt bei der Übertragungstechnik mit einrechnet liegt man wahrscheinlich sogar bei 30 Jahren „Bandbreitenreserve“ oder mehr.

Unsere dringende Empfehlung kann daher nur lauten:

Entscheiden Sie sich heute für einen Glasfaseranschluss, damit Sie auch in Zukunft noch sorgenfrei und unbeschwert auf einer „Datenautobahn“ im Internet unterwegs sein können und nicht im Schneckentempo auf dem Feldweg „rumkriechen“.

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