Langsames Internet führt zu Landflucht

11. Juni 2015

In seiner wöchentlichen Kolumne auf Spiegel Online hat sich Sascha Lobo gewohnt „pointiert“ zu den Versäumnissen der Gesellschaft in Bezug auf die Entwicklungen des Internets, Spähskandale usw. geäussert. Ein Absatz ist dabei im Kontext des Netzausbaus in Kapellen, dem Wert unserer schönen Häuser und Wohnungen sowie der Attraktivität von unserem schönen Ort in Zukunft besonders hervorzuheben (Hier gehts zum Artikel):

Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen Landflucht von Jugendlichen und langsamer Netzanbindung. Warum wohl? Weil ein substanzieller Teil des Lebens für diese Menschen im und mit dem Netz stattfindet. Und nicht nur das Privatleben, sondern auch Bildung und Beruf.

Diese Einschätzung trifft es ziemlich gut. Zwar surft der ein oder andere von uns derzeit mit einer Kombination aus DSL und LTE oder mit ganz viel Glück auch über Unitymedia mit einer angemessenen Geschwindigkeit – vielleicht meint auch der ein oder andere, dass er so viel Geschwindigkeit gar nicht braucht.

Aber man muss sich nur die rasante Entwicklung des Internets in den vergangenen Jahren ansehen, um zu prognostizieren, dass immer wichtigere und aufwendigere Dienste ihren Weg in das Netz finden werden, Arbeiten zu Hause wird mehr und mehr möglich und Realität werden – und vergessen Sie nicht, dass ein großer Teil der Schulausbildung mittlerweile durch digitale Daten und Aktivitäten gestützt und unterstützt wird. Mehrere Familienmitglieder werden all diese Dienste parallel nutzen wollen. Dafür wird aber selbst die (derzeit noch schnelle) Leitung von Unitymedia bald nicht mehr ausreichen, das verwendete Kupferkabel wird dabei an seine physikalischen Grenzen stoßen.

Das mag alles nach „Zukunftsmusik“ klingen, aber wir haben jetzt die Chance unseren Ort für die Zukunft und vor allem für unsere Kinder attrakativer zu machen.

Unitymedia und die Deutsche Telekom haben leider in den vergangenen Monaten (auch uns gegenüber) immer wieder sehr deutlich gemacht, dass für Sie so ziemlich alles außerhalb von Ballungszentren wirtschaftlich unattraktiv ist und ein zukunftssicherer Ausbau daher auch nur schleppend oder gar nicht stattfinden wird – auch nicht bei uns.

Unterstützen Sie deshalb unsere Bürgerinitiative, helfen Sie uns, unsere Nachbarn davon zu überzeugen, dass schnelles Internet nicht nur „Nice-to-Have“ ist, sondern dass es ein „Must-Have“ ist. Tragen Sie sich hier ein!